Was kann bei der Kaufpreiszahlung beim Haus kaufen in Kroatien schief gehen

Warum es Sinn macht, jeden Schritt des Kaufprozesses kritisch zu hinterfragen

Du stehst kurz davor ein Haus in Kroatien zu kaufen? Du bist in eine Immobilie verliebt, die Du aktuell kaufen möchtest? Dann ist dieser Beitrag für Dich, weil er Dir noch einmal 1-2 Dinge aufzeigt, an die Du beim Haus kaufen in Kroatien denken solltest

Haus kaufen in Kroatien – Die Kaufpreiszahlung

Ich bin in meinem gestrigen Beitrag darauf eingegangen. Wenn Du in Kroatien einen Kaufvertrag abschliesst, ist es wichtig für Dich zu verstehen, dass dieser Kaufpreis nur in Kuna bezahlt werden kann.

 Bezuglich Ihres Kaufes aber auch bezüglich aller anderen Kaufverträge in Kroatien: Der Kaufpreis muss nach dem Gesetz in Kuna bezahlt werden. Deswegen wechseln alle Banken in Kroatien gleich die Euros in Kuna um, wenn Sie den Verwendungszweck der Kaufpreiszahlung sehen. Nach dem Gesetz muss es in Kuna an Verkaufer überweisen werden. Darüber muss Sie der Makler aufklären.

S. Vahic, Anwalt in Rijeka

Jeder Kaufvertrag muss daher in Kuna abgewickelt werden. Alles andere ist nicht konform mit dem Gesetz zum Haus kaufen in Kroatien.

Die Spielarten für Kaufvertrag zum Haus kaufen in Kroatien

Wenn Du Dich mit dem Schreiben des Vertrages beschäftigst, dann stehen Dir zwei Optionen offen.

  • Option 1: Du kannst den Kaufpreis für die Immobilie in Kuna in den Vertrag reinschreiben
  • Option 2: Du schreibst direkt den vereinbarten Kaufpreis in Euro rein. Wichtig hier ist der Passus, dass am Tag der Überweisung dieser Kaufpreis in Kuna zum durchschnittlichen Tageskurs der kroatischen Nationalbank gewechselt wird.

Damit ist Dein Vertrag safe. Es gibt jedoch ein kleines Detail, an das Du denken musst

Die Nachzahlung beim Hauskauf in Kroatien

Der Zahltag kommst. Du überweist den Kaufpreis an den Eigentümer. Der Eigentümer ruft Dich an und bestätigt den Erhalt des Geldes. Nur leider fehlen ein paar Kuna. Er fordert Dich auf nachzuzahlen.

Was ist passiert?

Alles halb so wild. Deine Euro wurden in Kuna gewechselt durch die Bank. Weil die Bank auch etwas in diesem Prozess verdienen will, ist der Wechselkurs für Dich schlechter. D.h. Du bekommst weniger Kuna raus als geplant.

Das wiederum heisst, dass Du dem Verkäufer noch Geld schuldest. Dieses ist absolut sauber und Du schuldest es dem Verkäufer wirklich.

Was mir passiert ist

Jetzt gibt es aber einen Kniff: wenn du im Verwendungszweck Deiner Überweisung reinschreibst “Uplata” oder “Zahlung”, dann muss es nicht zwingend sein, dass es eine Nachzahlung gibt. In der Regel bleibt das Geld in Euros und Du hast Glück gehabt.

In meinem Fall hatten wir kein Glück. In Summe gab es in der Transaktion 4 Überweisungen, zwei mit dem richtigen Verwenungszweck und zwei mit dem falschen Verwendungszweck.

D.h. bei der Hälfte des Betrages wurden die Euros in Kuna umgewechselt. Wir musssten also nachzahlen.

ABER: der Verkäuferschaft unterlief möglicherweise ein Fehler und Sie forderten das volle Delta auf die Überweisung, d.h. die Abweichung Euro zu Kuna nach dem Wechsel.

Der Fehler fiel, weil wir die Siuation sofort hintergragten. Mit dem Ergebnis: wir konnten die Situation auflösen und bezahlten ledigilch den Betrag, der sich aus dem Teil der Überweisungen ergab, die den Verwendungszweck nicht korrekt enthielten.

Lesson learned beim Haus kaufen in Kroatien?

Lieber einmal mehr nachfragen also zu wenig. Hinter die Mechanik und Logik des Kaufvertrages schauen, dann kann Dir beim Haus kaufen in Kroatien nicht viel passieren.

Sollte es zu dem Fall kommen, dass Du einen Wechselkursverlust begleichen musst, dann rechne nach, damit Dir auch nur der Betrag in Rechnung gestellt wird, der aus der Umrechnung von Euro nach Kuna entsteht.


Du hast Fragen zu Deinem Hauskauf in Kroatien? Schreibe mir gerne unter thomas.langenberg@stylondo.com.

Schreibe einen Kommentar